Branchen
Bestellsystem für die Bäckerei: Online-Vorbestellung, die morgens wirklich funktioniert
Ein Bestellsystem für die Bäckerei nimmt Vorbestellungen rund um die Uhr über deine eigene Website an, zeigt sie sortiert nach Abholzeit an und stoppt die Annahme, sobald dein Backplan steht. Du brauchst dafür keine Plattform und keine App aus dem Store: Ein eigenes System gibt es einmalig ab 2.900 € oder zur Miete ab 269 € im Monat. Dieser Ratgeber zeigt, welche vier Wege es gibt, was sie kosten und woran du erkennst, welcher zu deinem Betrieb passt.

Das Wichtigste in Kürze
- Vorbestellungen per Telefon, Zettel und WhatsApp kosten morgens Zeit an der Theke – und gehen unter.
- Vier Wege: Formular, Zusatzmodul der Kasse, Bäckerei-Plattform oder eigenes Bestellsystem.
- Entscheidend für Bäckereien sind Bestellschluss, Abholzeitfenster und eine Liste, die nach Abholzeit sortiert ist.
- Ein eigenes Bestellsystem kostet einmalig ab 2.900 € oder ab 269 € im Monat zur Miete – ohne Provision pro Bestellung.
Was ist ein Bestellsystem für Bäckereien – und was nicht?
Gemeint ist die Online-Vorbestellung für deine Kundschaft: Brötchen für Samstag, die Torte zum Geburtstag, belegte Platten für das Büro. Der Kunde bestellt am Handy, wählt Tag und Uhrzeit und holt ab oder lässt liefern. Das ist etwas anderes als eine Warenwirtschaft oder eine Bestell-App für den Großhandel zwischen Backstube und Wiederverkäufern.
Wer nach einem Bestellsystem sucht, landet schnell bei Kassenlisten und Formular-Vorlagen. Beides kann passen, löst aber unterschiedliche Probleme. Wenn du Bestellungen ohne Plattform-Abgabe annehmen willst, ist unser Bestellsystem ohne Provision dafür gebaut – unten steht, wann sich das lohnt und wann nicht.
Welche Wege gibt es, Vorbestellungen online anzunehmen?
| Weg | Passt, wenn … | Grenzen |
|---|---|---|
| Online-Formular (Baukasten) | du testen willst, ob überhaupt jemand online vorbestellt | Kein Bestellschluss je Artikel, keine sortierte Abholliste, Bestellungen kommen als E-Mail |
| Zusatzmodul deiner Kasse | deine Kasse einen Webshop anbietet und du alles in einem System willst | Du bist an Aussehen, Funktionen und Preise des Kassenanbieters gebunden |
| Bäckerei-Plattform oder Sammel-App | du ohne eigene Website sofort sichtbar sein willst | Laufende Gebühren, Kundendaten liegen beim Anbieter, du stehst neben anderen Betrieben |
| Eigenes Bestellsystem | du regelmäßig Vorbestellungen hast und sie in deinen Ablauf einbauen willst | Einmalige Investition oder Miete, zwei bis drei Wochen bis zum Start |
Die ehrliche Reihenfolge für viele Betriebe: erst mit einem Formular oder einer WhatsApp-Nummer prüfen, ob die Nachfrage da ist. Sobald täglich Bestellungen eingehen, wird das Abtippen zur eigentlichen Arbeit – dann lohnt sich ein System, das die Bestellung direkt dorthin bringt, wo sie gebraucht wird.
Was muss ein Bestellsystem in der Bäckerei können?
Eine Bäckerei arbeitet anders als ein Lieferdienst: Gebacken wird, bevor der Kunde kommt. Darauf muss das System eingestellt sein.
- Bestellschluss – zum Beispiel „bis 18 Uhr für den nächsten Morgen“, bei Torten mehrere Tage Vorlauf.
- Abholtag und Abholzeitfenster – der Kunde wählt, wann er kommt; du siehst, was wann fertig sein muss.
- Sortiment mit Varianten – Stückzahl, geschnitten oder am Stück, Belag, Größe, Beschriftung der Torte.
- Ausverkauft-Schalter und Mengen – was heute nicht gebacken wird, ist mit einem Tipp nicht mehr bestellbar.
- Bestellliste für Backstube und Theke – auf dem Tablet, nach Abholzeit sortiert, mit Signalton bei neuen Bestellungen.
- Bestätigung und Status für den Kunden – er weiß, dass die Bestellung angekommen ist, ohne anzurufen.
- Abholung, Lieferung oder beides – mit Liefergebiet, Mindestbestellwert und Liefergebühr, wenn du auslieferst.
- Preise, Artikel und Öffnungszeiten selbst ändern – auch für Feiertage und Saisonware.
- Mehrere Sprachen – in vielen Stadtteilen der einfachste Weg zu neuen Stammkunden.
Wie sieht das in der Praxis aus? Beispiel Daron Brot II in Aachen
Für die Bäckerei Daron Brot II in Aachen haben wir ein eigenes Online-Bestellsystem gebaut. Die Kunden bestellen direkt über die Website der Bäckerei: Speisekarte mit Varianten, Abholung oder Lieferung mit Liefergebühr und Mindestbestellwert, Bestellstatus per Link.
Im Betrieb landen die Bestellungen auf einem iPad-Küchenboard mit Signalton. Preise, Artikel und Öffnungszeiten ändert das Team selbst im Dashboard, Mitarbeiter haben eigene Zugänge. Die Seite läuft auf Deutsch, Englisch und Arabisch – so, wie die Kundschaft im Viertel spricht.
Das Ergebnis: Bestellungen kommen ohne Plattform-Provision an, und die Kundendaten gehören der Bäckerei. Umsatzzahlen nennen wir hier bewusst nicht – die gehören dem Betrieb. Das System selbst kannst du dir im Portfolio ansehen.
Was kostet ein Bestellsystem für die Bäckerei?
Du kannst das System kaufen oder mieten. Die Zahlen sind dieselben wie in unserem Preisrechner:
| Stufe | Kaufen (einmalig) | Mieten (pro Monat) | Für wen |
|---|---|---|---|
| Bestellsystem Start | ab 2.900 € | ab 269 € | Vorbestellung zur Abholung, Zahlung an der Theke |
| Bestellsystem Pro | ab 4.900 € | ab 349 € | + Online-Zahlung, Küchen-Board, Liefergebiete, Gutscheine |
| Mehrere Standorte | ab 7.900 € | ab 479 € | Filialen, Rollen, zentrale Auswertung |
Bei Online-Zahlung kommen die Gebühren des Zahlungsanbieters dazu. Eine Provision pro Bestellung gibt es nicht. Weitere Sprachen kosten als Zusatz 690 €, Bestellbestätigungen per WhatsApp 590 €.
Wann lohnt sich ein eigenes Bestellsystem noch nicht?
Wenn du nur ein paar Vorbestellungen pro Woche hast, reicht ein Formular oder ein Zettel am Telefon. Auch wenn deine Kasse bereits einen Webshop mitbringt, der dir genügt, brauchst du kein zweites System. Und wer noch keine Website hat, fängt besser dort an: mit einer Website mit Sortiment, Öffnungszeiten und Google-Profil.
Ein eigenes System lohnt sich, sobald Vorbestellungen zum Alltag gehören: wenn morgens das Telefon klingelt, während die Schlange wächst, wenn Bestellungen auf drei Kanälen eingehen oder wenn du Torten und Catering ohne Anzahlung nicht mehr annehmen willst.
Checkliste: Das solltest du vor dem Start klären
- Welche Artikel sind vorbestellbar – das ganze Sortiment oder eine Auswahl?
- Bis wann muss bestellt sein, damit es in den Backplan passt? Gilt für Torten ein längerer Vorlauf?
- Ab wann kann abgeholt werden, und in welchen Zeitfenstern?
- Abholung in einer Filiale oder in mehreren? Lieferst du auch aus?
- Wer sieht die Bestellungen – Backstube, Theke oder beide? Auf welchem Gerät?
- Zahlung an der Theke, online oder beides? Ab welchem Betrag mit Anzahlung?
- Allergene und Zusatzstoffe für jeden Artikel
- Fotos der wichtigsten Produkte und eine aktuelle Preisliste
- Wie erfahren deine Kunden davon – Aufsteller an der Theke, QR-Code auf der Tüte, Google-Profil?
Häufige Fragen
Brauche ich für die Online-Vorbestellung eine eigene App?
Nein. Das Bestellsystem läuft im Browser auf jedem Handy. Deine Kunden öffnen die Seite über einen Link oder QR-Code und können sie sich wie eine App auf den Startbildschirm legen – ohne App-Store.
Funktioniert das mit meiner Kasse?
Das Bestellsystem arbeitet eigenständig, du brauchst nur ein Tablet oder Handy an der Theke. Eine Anbindung an deine Kasse ist als Zusatz möglich, wenn dein Kassenanbieter eine Schnittstelle bereitstellt – das prüfen wir vor dem Angebot.
Können Kunden auch Torten oder Catering mit Vorlauf bestellen?
Ja. Für einzelne Artikel oder Gruppen lässt sich ein eigener Vorlauf einstellen, zum Beispiel mehrere Tage für Torten. In der Stufe Pro kann der Kunde direkt online bezahlen.
Wie lange dauert es, bis das Bestellsystem läuft?
Die Stufe Start ist in der Regel in zwei bis drei Wochen live. Vorher siehst du einen klickbaren Prototyp und bekommst einen Festpreis.
Wem gehören die Kundendaten?
Dir. Die Daten liegen in einer Datenbank in der EU. Beim Kauf gehört dir auf Wunsch auch der komplette Quellcode; bei der Miete bleiben die Daten ebenfalls deine, und ein späterer Kauf ist möglich.
Kann ich das Bestellsystem erst testen?
Ja. Bei der Miete sind die ersten drei Monate Testzeit und monatlich kündbar. Erst danach beginnt die Mindestlaufzeit von zwölf Monaten.


